Interim Management & Governance Consulting

Interim Leadership & integrierte Governance.
Compliance als Führungsaufgabe, nicht Projekt.

Interim Management (Head of GRC, Program Manager) und strategische Beratung. Wenn es um Sicherheit, Kontinuität und Regulatory Compliance geht, zahlt sich Seniorität aus — keine Junior-Berater, keine versteckten Overheads. Integrierte Governance statt Compliance-Silos — eine Implementierung, sechs Nachweise (NIS2, DORA, ISO 27001, GxP, BCM, AI Act).

ISMS · ISO/IEC 27001 BSI IT-Grundschutz BCMS · ISO 22301 / BSI 200-4 AIMS · ISO/IEC 42001 GxP · GAMP 5 / Annex 11 / 21 CFR Part 11

Sascha Geeren, M.Sc. Systems Engineering — Interim Manager & Senior Consultant · 15+ Jahre Bayer AG (Digitalization, GxP, €100M+ Programme) · Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) · BSI IT-Grundschutz-Praktiker · BCM-Beauftragter & BCM-Praktiker · ISO/IEC 27001 Lead Implementer (PECB) · in Zertifizierung: ISO/IEC 27001 Lead Auditor, ISO/IEC 42001 Lead Implementer · Kontakt: sascha@geeren.net · Tel: +49 174 9410804

Aktueller PflichtenstandStand 07/2026
06.12.2025NIS2UmsuCG in Kraft — ohne Übergangsfrist Quelle: BSI ↗
06.03.2026BSI-Registrierungsfrist abgelaufen — nur ~11.500 von 29.500 Unternehmen registriert Quelle: it-daily.net ↗
02.08.2026EU AI Act Art. 50 — Transparenzpflichten greifen Quelle: EUR-Lex ↗
02.12.2027EU AI Act Annex III — Hochrisiko-Pflichten (Digital Omnibus) Quelle: Gibson Dunn ↗
Sascha Geeren, Gründer Geeren AI Systems
Sascha GeerenGründer, Geeren AI Systems

„Resilienz beginnt nicht beim nächsten Trend, sondern bei einer IT, die sicher, validiert und auditfähig ist — wirtschaftlich vertretbar und für jedes Unternehmen erreichbar.“

15+ JahreBayer AG — Digitalization Manager, GxP-Validierung, MES & SAP S/4HANA
GxP · MESMulti-Site-Validierung an 4 Standorten, vollständige regulatorische Konformität
M.Sc.Systems Engineering, Universität Duisburg-Essen
EITCA BrusselsInformation Technologies Security Academy — angewandte Kryptographie, Netzwerksicherheit, Web-Pentesting
01 — Ausgangslage

Bedrohung und Regulierung wachsen gleichzeitig

Zwei Entwicklungen treffen zur gleichen Zeit auf dieselben Unternehmen. Nichthandeln ist die teuerste Option — und seit Dezember 2025 ein persönliches Haftungsrisiko der Leitungsebene.

1.1

Bedrohungslage: angespannt bis kritisch

  • Ransomware und Lieferkettenangriffe laut BSI-Lagebild auf hohem Niveau
  • Zunehmend KI-gestützte Angriffe — Deepfake-CEO-Fraud, automatisiertes Phishing
  • Angriffsfläche wächst mit jedem neuen KI-Tool im Unternehmen
1.2

NIS2 und DORA sind da

  • NIS2UmsuCG seit 06.12.2025 in Kraft, ohne Übergangsfrist — rund 29.500 Unternehmen betroffen
  • DORA seit 17.01.2025 für den Finanzsektor und dessen IKT-Drittdienstleister verbindlich
  • Bußgelder bis 10 Mio. € bzw. 2% des weltweiten Jahresumsatzes (NIS2)
1.3

EU AI Act: Fristen laufen

  • Transparenzpflichten (Art. 50) ab 02.08.2026 — in wenigen Wochen
  • Hochrisiko-Pflichten (Annex III) per Digital Omnibus auf 02.12.2027 verschoben
  • Verschiebung ist Umsetzungsfenster, keine Entwarnung — Governance-Aufbau dauert 12–18 Monate
1.4

Persönliche Haftung der Leitung

  • Organisationsverschulden nach § 93 AktG / § 43 GmbHG
  • Umsetzungs-, Überwachungs- und Schulungspflicht der Geschäftsleitung
  • Nur ca. 11.500 der 29.500 betroffenen Unternehmen bislang beim BSI registriert

Sind Sie betroffen?

Betroffenheit ergibt sich aus Einrichtungsart (Anlage 1/2 BSIG) × Größenschwelle (§ 28 BSIG). Für eine verbindliche Einschätzung nutzen Sie die NIS-2-Betroffenheitsprüfung des BSI ↗, Hintergrund auf der BSI-Themenseite NIS-2 ↗. Rechtsgrundlage: Anlage 1 ↗ und Anlage 2 BSIG ↗. Konzern-Falle: NIS2 knüpft an Legaleinheiten, nicht an Divisionen oder Standorte — ein Konzern hat entsprechend n Registrierungen, n Meldewege und n haftende Geschäftsführungen, nicht eine. Im Executive GAP-Assessment prüfen wir Ihre konkrete Einstufung verbindlich.
02 — Das Problem

Getrennte Systeme, eine Haftung

ISMS, BCM, KI-Governance und GxP-Validierung werden in den meisten Unternehmen von unterschiedlichen Personen, mit unterschiedlicher Methodik und ohne gemeinsame Eskalationslogik betrieben. Verantwortet wird das Ergebnis trotzdem an einer einzigen Stelle — der Geschäftsleitung, seit § 93 AktG / § 43 GmbHG persönlich haftend.

2.1

Getrennte Dokumentationswelten

  • Assets, Risiken und Maßnahmen werden mehrfach erhoben
  • Unterschiedlich bewertet — die Bilder laufen auseinander
  • ISMS, BCM, KI, GxP-Validierung und IT-Betrieb als unverbundene Silos
2.2

Audit-Fatigue

  • Parallele interne und externe Audits binden dieselben Schlüsselpersonen mehrfach pro Jahr
  • Silo-Ansätze verursachen erfahrungsgemäß 30–50% Mehraufwand in Dokumentation und Pflege
  • Bei gleichzeitig schlechterer Nachweisqualität
2.3

Gefährliche Schnittstellen

  • KI-Systeme laufen häufig außerhalb des ISMS-Scopes — und außerhalb der GxP-Validierung
  • Notfallpläne ohne KI-, Cloud- und GxP-System-Szenarien
  • Lieferanten werden mehrfach, aber inkonsistent bewertet
2.4

Kein konsolidiertes Risikobild

  • Der Vorstand unterschreibt Risikoberichte, die niemand konsolidiert hat
  • Das eigentliche Problem ist nicht zu wenig Compliance
  • Es ist unverbundene Compliance

Wo diese Lücke im Alltag entsteht

CISOvs.Sachkundige Person (QA)

Sicherheit will den Patch heute, GxP verlangt die vollständige Re-Validierung vorher — ein gemeinsamer Change-Prozess mit Security- und GxP-Kategorie löst das, zwei getrennte Freigabewege verschärfen es.

IT-Sicherheitvs.Produktion (OT)

Netzsegmentierung und Monitoring gelten in der Produktion oft als Risiko für die Verfügbarkeit — dabei schützen sie genau die Anlagen, die ein Stillstand am teuersten treffen würde.

Vorstandvs.Fachbereiche

Die Geschäftsleitung braucht ein Risikobild, das sie verantworten kann — bekommt aber vier Berichte in vier Sprachen, die niemand konsolidiert hat.

Sechs Anforderungen, die kein GxP-Regelwerk kennt

Ein vollständig validiertes System mit lückenlosem Audit Trail kann sicherheitstechnisch trotzdem ungeschützt sein — GAMP 5 und Annex 11 prüfen den intended use, nicht den unintended abuse. Genau hier entsteht die gefährlichste Schnittstelle:

AnforderungWarum GxP-Reife hier nicht ausreicht
Angriffserkennung (Detektion)GxP kennt kein SIEM, keine OT-Anomalieerkennung — ohne Detektion beginnt die Meldeuhr erst, wenn der Schaden sichtbar ist
Behördliche Meldepflicht in 24 Std.Es gibt in GMP nichts in dieser Taktung
Cyber-Sicherheit der LieferketteQuality Agreements regeln Datenintegrität, nicht Incident-Notification oder Schwachstellenoffenlegung
Patch-Management mit fester KadenzGxP kennt nur Change Control — einen Genehmigungsprozess, kein Zeitversprechen
Mehrfaktor-AuthentifizierungKlassische GxP-Regularien kennen nur Benutzername/Passwort als „zwei Komponenten“
Persönliche GeschäftsleitungshaftungGxP kennt Verantwortlichkeit über die Sachkundige Person — nicht persönlich über die Geschäftsführung
03 — Die Lösung

Ein Managementsystem, keine fünf Parallelprojekte

Sie brauchen kein zweites ISMS neben Ihrem bestehenden QMS und keine fünfte Beratung neben Ihrer GxP-Validierung, sondern einen Partner, der beide Sprachen spricht. Daraus entsteht ein Managementsystem-Kern: ISMS, IT-Grundschutz, BCMS, AIMS und GxP-Validierung über gemeinsame Kontrollen, ein Risikoregister, ein Auditprogramm, ein Lagebild.

3.1

Warum sich das wirklich integrieren lässt

  • Kein Marketing-Versprechen: ISO 27001, 22301 und 42001 teilen dieselbe Kapitelstruktur (Annex SL) — Kontext · Führung · Planung · Unterstützung · Betrieb · Bewertung · Verbesserung
  • Deshalb lässt sich ein gemeinsamer Managementsystem-Kern tatsächlich bauen, statt nur behauptet zu werden
  • BSI IT-Grundschutz und GAMP 5 liefern darunter die technische bzw. Validierungs-Tiefe, die die Norm allein nicht gibt
3.2

Ein Risikomanagement

  • Einheitliche Methodik nach ISO 31000, konkretisiert über ISO 27005 / BSI 200-3 und angebunden an ICH Q9 (Quality Risk Management)
  • Für Informations-, Kontinuitäts-, KI- und GxP-Risiken gemeinsam
  • Ein Register statt vier parallele Bewertungen
3.3

Ein Auditprogramm

  • Ein Auditprogramm, ein Management-Review, eine Dokumentenlenkung
  • Statt vier parallelen Systemwelten mit eigener Taktung
  • Kombinierte Audits senken Aufwand und Zertifizierungskosten
3.4

Regulatorik als Nebenprodukt

  • NIS2-, DORA- und AI-Act-Pflichten werden Controls direkt zugeordnet — genau wie GAMP-5- und Annex-11-Anforderungen
  • Compliance wird Nebenprodukt des Systems, nicht Sonderprojekt
  • Wir bauen nicht fünf Systeme. Wir bauen eines — mit fünf Nachweisen.
04 — Baustein 1

ISO/IEC 27001 — das Fundament nachweisbarer Sicherheit

Ohne ISMS beantwortet niemand im Unternehmen dieselbe Sicherheitsfrage zweimal gleich — mit Kunden, Auditoren und dem eigenen Vorstand. Das ISMS nach ISO 27001 ist der international anerkannte Nachweis, der das beendet, und zunehmend Ticket-to-Play in Ausschreibungen und Lieferketten.

4.1

Risikobasiert statt Checkliste

  • Schutzbedarf und Risikoappetit des Unternehmens steuern die Maßnahmen
  • Keine Sicherheit von der Stange
  • Überdokumentation ist ein Beratungsfehler, kein Normerfordernis
4.2

93 Controls, vier Themenfelder

  • ISO/IEC 27001:2022 — organisatorisch, personenbezogen, physisch, technologisch
  • Gesteuert über das Statement of Applicability (SoA)
  • Scope, Risikoregister und Auditzyklus tragen BCMS, AIMS und GxP-Validierung mit
4.3

Deckt NIS2-Kernanforderungen ab

  • Der § 30-BSIG-Pflichtenkatalog liest sich wie ein ISMS-Inhaltsverzeichnis — ISO 27001 deckt davon branchenschätzungsweise 70–80% strukturell ab
  • Die verbleibenden 20–30% sind die teuersten: Detektion, 24-Stunden-Meldefähigkeit, Lieferketten-Cybersicherheit im OT-Umfeld
  • Ein Nachweis für mehrere Pflichten — statt ein zweites, paralleles Risikoregister
4.4

Was es für Ihren Vertrieb bedeutet

  • Ohne Zertifikat füllt Ihr Vertrieb Security-Fragebögen von Konzernkunden manuell aus — mit Zertifikat verweisen Sie auf das SoA
  • Verkürzt Security-Assessments von Kunden nachweislich von Wochen auf Tage
  • Trägt als führendes System zugleich BCMS, AIMS und GxP-Validierung mit — ein Aufbau, vier Wirkungen
05 — Baustein 2

BSI IT-Grundschutz — technische Tiefe statt Abstraktion

Ein ISMS-Zertifikat beantwortet noch nicht, welcher Server heute wie gehärtet werden muss. Der IT-Grundschutz übersetzt Governance in konkrete technische Maßnahmen — deutsche Ingenieursmethodik, kompatibel zur ISO 27001, de-facto-Referenz für Behörden und KRITIS.

5.1

Methodisches Rückgrat

  • BSI 200-1 (ISMS) · 200-2 (Vorgehensweise) · 200-3 (Risikoanalyse)
  • Vollständig kompatibel zur ISO-27001-Welt
  • Von der Vorstandsetage bis in den Serverraum
5.2

Konkret statt allgemein

  • Über 100 Bausteine übersetzen „angemessen abgesichert" in eine Liste konkreter, priorisierter Anforderungen — kein Interpretationsspielraum im Audit
  • Von Active Directory bis zur Industriesteuerung, inklusive OT-Bausteine für Ihre Produktion
  • Jährliche Edition hält Maßnahmen aktuell — der Werkzeugkasten hinter der Norm, nicht nur ihre Überschrift
5.3

Wir wählen das Niveau, nicht Sie pauschal

  • Nicht überall Standard-Absicherung — Basis-Absicherung dort, wo sie ausreicht, Kern-Absicherung gezielt für Ihre Kronjuwelen
  • Diese Priorisierung leiten wir aus Ihrem tatsächlichen Schutzbedarf ab, nicht aus einer Standard-Checkliste
  • Ergebnis: budgetgerechter Einstieg mit Basis-Absicherung in Wochen statt eines pauschalen Mehrjahresprojekts
5.4

Höchste Nachweistiefe im deutschen Markt

  • Zertifizierungsoption „ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz“
  • Faktisch gesetzt für Zusammenarbeit mit öffentlicher Hand und KRITIS-Umfeld
  • Strukturanalyse, Schutzbedarfsfeststellung, Modellierung — echte Praxis statt Papier
5.5

Bewährte Profile statt Neuentwicklung

  • Wir bauen nicht bei null: branchenspezifische IT-Grundschutz-Profile des BSI (u. a. Chemie, Leitstellen) liefern eine geprüfte Bausteinauswahl als Startpunkt
  • Für Betreiber kritischer Anlagen zusätzlich: Branchenspezifische Sicherheitsstandards (B3S) nach § 8a Abs. 2 BSIG als offizieller, BSI-anerkannter Nachweis für die gesetzliche Prüfpflicht
  • Wir passen ein anerkanntes Profil an Ihre Anlage an, statt eines neu zu erfinden
06 — Baustein 3

BCMS nach ISO 22301 & BSI-Standard 200-4

Die Frage im Ernstfall lautet nicht „haben wir ein ISMS", sondern „wie lange können wir ohne ERP produzieren". Wer Wiederanlaufzeiten kennt und den Ernstfall geübt hat, führt in der Krise — alle anderen improvisieren.

6.1

Business Impact Analyse

  • Kritische Geschäftsprozesse und maximal tolerierbare Ausfallzeiten (MTPD)
  • Wiederanlaufzeit (RTO) und maximal tolerierbarer Datenverlust (RPO — wie „alt" ein Backup sein darf) als Managemententscheidung, nicht als IT-Annahme
  • Grundlage jeder belastbaren Kontinuitätsstrategie
6.2

Pläne, die im Ernstfall wirklich helfen

  • Für die Szenarien, die real vorkommen: Ransomware, Cloud-/Provider-Ausfall, Standortverlust, Lieferkettenausfall
  • Nicht als Ordner fürs Audit, sondern als Handlungsanweisung für die erste Stunde
  • Konkret genug, um im Ernstfall tatsächlich zu funktionieren — nicht erst beim zweiten Vorfall
6.3

Tests & Übungen — Pflichtprogramm

  • Ein ungeübter Plan ist ein Dokument, kein Schutz
  • Methodische Grundlage: BSI-Standard 200-4 — nahtlos verzahnt mit dem Incident Management des ISMS
  • Vom Sicherheitsvorfall zur Geschäftsunterbrechung: ein durchgängiger Prozess
6.4

NIS2 und DORA fordern BCM explizit

  • Backup-Management, Krisenmanagement, Wiederherstellung sind Pflichtthemen
  • DORA verlangt zusätzlich IKT-Drittparteirisiko-Management und Reaktionsfähigkeit auf Betriebsstörungen
  • Ohne BCM steigen Cyber-Policen-Prämien — oder die Versicherbarkeit entfällt
07 — Baustein 4

ISO/IEC 42001 — KI-Governance vom Risiko zum Wertschöpfungshebel

Ihre Fachbereiche nutzen längst KI-Tools — die Frage ist, ob Sie wissen welche, mit welchen Daten, und wer die Verantwortung trägt. Das AIMS macht KI-Einsatz auditierbar, bevor der Regulator es erzwingt, und schafft die Governance-Grundlage für souveräne, wertschöpfende KI-Infrastrukturen.

7.1

Das erste zertifizierbare KI-Managementsystem

  • ISO/IEC 42001:2023 — gleiche Harmonized Structure wie das ISMS
  • Dockt direkt an ein bestehendes ISO-27001-System an
  • Keine automatische Konformitätsvermutung, sondern die strukturelle Beweisführung für AI-Act-Konformität
7.2

Kernelemente

  • KI-Inventar und Rollenklärung — Provider oder Deployer
  • KI-Risikobewertung und Impact Assessments, Daten-Governance
  • Menschliche Aufsicht und Lifecycle-Kontrollen
7.3

AI-Act-Readiness strukturell verankert

  • Transparenzpflichten (Art. 50) ab 02.08.2026, AI Literacy (Art. 4) bereits verpflichtend
  • Hochrisiko-Anforderungen — Art. 9 Risikomanagement, Art. 10 Daten-Governance, Art. 14 menschliche Aufsicht — bis 12/2027
  • Klare Freigabewege statt Schatten-KI
7.4

Kontrolle über Ihre Daten, nicht nur über Ihre Prozesse

  • On-Premise- und EU-Cloud-Architekturen statt Abhängigkeit von US-Hyperscaler-Blackboxes
  • Datenhoheit und kontrollierte Modell-Lieferkette — wissen, wohin welche Daten fließen
  • KI-Nutzung, die Wettbewerbsvorteile schafft statt Abfluss- und Abhängigkeitsrisiken
08 — Baustein 5

GxP-Validierung — GAMP 5, EU GMP Annex 11 & 21 CFR Part 11

Für Pharma, MedTech und jedes computergestützte System mit GxP-Bezug: Wer KI und IT-Systeme im regulierten Umfeld betreibt, braucht mehr als ein ISMS — er braucht den Nachweis der Datenintegrität nach ALCOA+.

8.1

GAMP 5 (2nd Edition) — Lebenszyklus-Validierung

  • V-Modell: Anforderungen → Design → Implementierung → Test → Betrieb → Decommissioning
  • Quality Risk Management nach ICH Q9 — Validierungsaufwand proportional zum Produktrisiko
  • Kategorisierung von Software (Kat. 1, 3, 4, 5) steuert Tiefe der Tests
8.2

EU GMP Annex 11 — computergestützte Systeme

  • Anforderungen an Cloud-Umgebungen, Datenübertragung, Berechtigungskonzept
  • Audit Trail, Backup-Strategie und Change Control als Pflichtnachweise
  • Ergänzt GAMP 5 um den europäischen regulatorischen Rahmen
8.3

FDA 21 CFR Part 11 — elektronische Signaturen

  • Rechtsverbindlichkeit elektronischer Aufzeichnungen und Signaturen
  • Zugriffskontrolle, Systemvalidierung, Audit-Trail-Pflicht
  • Relevant für jeden US-Marktzugang und viele globale Lieferketten
8.4

ALCOA+ trifft CIA-Triade

  • Attributable, Legible, Contemporaneous, Original, Accurate, Complete, Consistent, Enduring, Available
  • Die pharma-spezifische Ausprägung der ISO-27001-Kontrollen — komplementär, nicht konkurrierend
  • Ein Kontrollsatz, zwei Nachweisformen: Validierungsbericht und Statement of Applicability
Unternehmen, die bereits GAMP 5 und EU GMP Annex 11 implementiert haben, besitzen eine hervorragende Basis für ISO 27001, BSI Grundschutz, DORA, NIS2 und den EU AI Act — insbesondere bei Change Management, Access Control, Audit Trail, Backup & Recovery und Third-Party Risk. Aber: GxP-Reife ersetzt Security-Reife nicht automatisch. Ein vollständig validiertes MES mit lückenlosem Audit Trail kann sicherheitstechnisch trotzdem ungeschützt sein — die Validierung prüft den intended use, nicht den unintended abuse. Genau diese Lücke schließen wir strukturiert, statt sie zweimal zu bearbeiten.

Wie wir NIS2 und GxP zueinander einordnen

Ein Gesetz und ein Industrie-Leitfaden liegen auf unterschiedlichen Ebenen — wir vergleichen deshalb entlang von drei Achsen:

VergleichWas hier verglichen wird
NIS2 ↔ ISO 27001 / IEC 62443Managementsystem gegen Managementsystem — die eigentlich vergleichbare Ebene
GAMP 5 ↔ Annex 11 / Part 11Leitfaden gegen Regulierung — GAMP 5 ist nicht rechtsverbindlich, Annex 11/Part 11 sind es
NIS2 ↔ Annex 11 (Entwurf 2025)Hier liegt die eigentliche Überlappung — der Annex-11-Entwurf führt erstmals ein eigenes Security-Kapitel

Für Ihre GxP-Systeme heißt das konkret: Wir mappen Ihre bestehenden Validierungsnachweise gegen die passende Ebene, statt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

09 — Regulatorik im Überblick

Wir sprechen fließend Regulatorik

Gesetze verpflichten, Normen strukturieren die Umsetzung. Beides gehört in ein gemeinsames Kontrollsystem — nicht in getrennte Compliance-Programme.

Gesetze & Verordnungen

EU AI ActHarmonisierte Vorschriften für künstliche Intelligenz
DSGVO / GDPRSchutz personenbezogener Daten
NIS2UmsuCGCybersicherheit kritischer und wichtiger Einrichtungen
DORADigitale operative Resilienz im Finanzsektor
EU GMP Annex 11Computergestützte Systeme in der Pharma-Herstellung
FDA 21 CFR Part 11Elektronische Aufzeichnungen & Signaturen

Normen & Standards

ISO/IEC 42001Managementsystem für Künstliche Intelligenz (AIMS)
ISO/IEC 27001Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS)
GAMP 5 (2nd Ed.)Validierung computergestützter Systeme
ICH Q9Quality Risk Management in der Pharma-Industrie
BSI IT-Grundschutz200-1 / 200-2 / 200-3 / 200-4 · Kompendium
ISO 22301 / BSI 200-4Business Continuity Management
NIST CSF 2.0Freiwilliges Cybersecurity-Rahmenwerk (USA)
TISAX / VDA ISAInformationssicherheits-Prüfsystem der Automobilindustrie
10 — Control-Matrix

Der Kontroll-Cross-Walk

Der Cross-Walk zeigt konkret, was „integriert" bedeutet: acht zentrale Kontroll-Domänen, jede davon einmal implementiert — und gleichzeitig gültig für GxP, Informationssicherheit, Resilienz und KI-Governance. Klicken Sie mehrere Rahmenwerke gleichzeitig an — z. B. NIS2 und GAMP 5 — um deren Nachweisspuren im direkten Vergleich hervorzuheben.

UCF-Domäne GAMP 5 / Annex 11 / Part 11 ISO/IEC 27001:2022 BSI Grundschutz DORA NIS2 EU AI Act
Access Control Annex 11 §3.2 Berechtigungskonzept; Part 11 §11.10 A.5.8 Rollen, A.8.3 Zugang SYS.1P Personalschutz, SYS.2A Identifikation Art. 20(1)(h) Zugangskontrolle Art. 21(1)(c) Zugangskontrolle Art. 52(1) Menschliche Aufsicht
Audit Trail Annex 11 §3.3 Audit Trail; GAMP 5 Protokollierung A.5.24, A.8.15 Protokollierung OPS.1P Protokollierung Art. 21 Protokollverwaltung Art. 21(1)(f) Audit-Logs Art. 12 Aufzeichnungen
Backup & Recovery Annex 11 §5.3 Backup; GAMP 5 Backup-Validierung A.8.13 Backup, A.8.14 Redundanz DAT.V-1 Datensicherung, SYS.3P Art. 17 Backup & Recovery Art. 21(1)(g) IT-Notfall Art. 16(2) Datenmanagement
Change Management GAMP 5 Kap. 6 Change Control; CAPA A.8.9.2 Systemänderungen SYS.2A Konfigurationsänderungen Art. 15 IT-Sicherheitsvorfälle Art. 21(1)(e) Änderungsmanagement Art. 15(1) Änderungen am Modell
Incident Management GAMP 5 Kap. 7 Störungen; CAPA A.5.24 Überwachung, A.6.3 OPS.1P Störungsbeseitigung Art. 22–24 Meldepflichten Art. 21(1)(d) Incident Mgmt. Art. 63 Meldepflichten
Third-Party Risk GAMP 5 Kap. 5 Lieferantenqualifikation A.5.19 Lieferantenbeziehung SUP.1P Lieferantenbeziehungen Art. 28–33 Third-Party-Management Art. 21(1)(n) Lieferkette Art. 61–63 TPS-Überwachung
Data Integrity ALCOA+ Prinzipien; Part 11 §11.10 A.5.27 Datenqualität, A.8.16 DAT.V-1, DAT.V-2 Art. 20(1)(g) Datenintegrität Art. 21(1)(b) Datenintegrität Art. 10 Trainingsdaten
Risk Management GAMP 5 Kap. 4 QRM; ICH Q9 A.5.3 Risikomanagement, A.6.1 ENT.1 Risikoanalyse Art. 5(2) IT-Risikomanagement Art. 21(1)(a) Risikomanagement Art. 9 KI-Risikomanagement

Ausschnitt aus dem vollständigen Cross-Walk — Grundlage jeder GAP-Analyse, die wir für Sie durchführen.

8 Kontroll-Domänen, 6 Rahmenwerke, eine Umsetzung: Jede Zeile dieser Matrix ist eine einzelne implementierte Kontrolle — und deckt gleichzeitig einen konkreten Paragrafen oder Artikel in bis zu sechs unterschiedlichen Regelwerken ab. Eine Implementierung, mehrere Nachweise, statt sechs getrennter Prüfpfade.
11 — Leitlinien & Dokumente

Leitlinien und Nachweisdokumente im Überblick

Compliance ist erst belastbar, wenn sie dokumentiert ist. Statt vier getrennter Policy-Landschaften bauen wir eine schlanke, konsolidierte Leitlinien-Struktur — jede Richtlinie deckt mehrere Rahmenwerke gleichzeitig ab.

Leitlinie GxP-Abdeckung InfoSec-Abdeckung Resilienz-Abdeckung KI-Abdeckung
Informationssicherheitsleitlinie (erweitert) GAMP 5, Annex 11 ISO 27001 § 5.2 DORA Art. 5, NIS2 Art. 5 EU AI Act Art. 2
Data Integrity Policy ALCOA+, Part 11 A.5.27 Datenqualität DORA Art. 20 AI Act Art. 10
Change Management Policy GAMP 5 Kap. 6 ISO 27001 A.8.9.2 DORA Art. 15 AI Act Art. 15
Third-Party Policy GAMP 5 Kap. 5 ISO 27001 A.5.19 DORA Art. 28–33 AI Act Art. 61–63
AI Governance Policy — nicht GxP-originär — nicht InfoSec-originär — nicht Resilienz-originär ISO 42001, EU AI Act

Empfehlung: Start mit einer einzigen Informationssicherheitsleitlinie nach ISO 27001 § 5.2, erweitert um BCM, KI und GxP, die Geltungsbereich, Verantwortlichkeiten und die Hierarchie aller Unterrichtlinien definiert — kein neu erfundenes Dokument, sondern der bereits normativ verankerte Leitlinien-Begriff, konsequent zu Ende gedacht.

Dokumente, die wir gemeinsam aufbauen

ISMS-Politik & Risikoregister

Ein konsolidiertes Register für Informations-, Kontinuitäts-, KI- und GxP-Risiken.

BeispielzeileAsset „Cloud-ERP" · Risiko „Ransomware" · Score 16/25 (hoch) · Owner: CISO

Statement of Applicability (SoA)

ISO-27001-Anhang-A-Kontrollen: anwendbar oder begründet ausgeschlossen.

BeispielzeileA.8.16 Überwachungsaktivitäten — anwendbar · Begründung: zentrales SIEM im Einsatz

BCM-Handbuch & Notfallpläne

BIA, Kontinuitätsstrategien, Meldewege — abgestimmt auf BSI-Standard 200-4.

BeispielzeileProzess „Produktion" · RTO 4h · RPO 1h · Eskalationsstufe 2

GAMP-5-Validierungsplan (VMP)

URS, FS/DS und Testpläne (IQ/OQ/PQ) für jedes GxP-relevante System.

BeispielzeileSystem „LIMS v4.2" · Kategorie 4 · Testtiefe: IQ/OQ/PQ vollständig

KI-Governance-Charter

KI-Inventar, Rollenklärung, AI-Impact-Assessments je Anwendungsfall.

BeispielzeileSystem „Support-Chatbot" · Risikoklasse: begrenzt · Review: quartalsweise

Change- & Incident-Verfahren

Ein Verfahren für Sicherheitsvorfall, Notfall, KI-Fehlverhalten und GxP-Abweichung.

BeispielzeileMeldefrist: 24h intern · 72h NIS2 · 15 Tage AI Act

Schulungs- & Awareness-Nachweise

Security Awareness, AI Literacy und GxP-Training in einem Nachweissystem.

BeispielzeileAwareness-Quote Q2: 94% · AI-Literacy-Modul: Pflicht für alle KI-Nutzer

Auditplan & Management-Review

Ein Auditprogramm, ein Review-Zyklus, ein konsolidiertes Lagebild pro Quartal.

BeispielzeileQ4: kombiniertes Audit ISO 27001 + BSI Grundschutz · 2 Tage statt 5
12 — Das Zusammenspiel

Wo die Integration im Alltag sichtbar wird

Die Methodik aus Abschnitt 03 ist ein Prinzip auf dem Papier — hier zeigen wir, wo sie im Tagesgeschäft tatsächlich zusammenläuft: im Register, im Ereignisprozess, in der Lieferantensteuerung, in der Schulung.

12.1

Ein Asset- und Risikoregister

  • Informations-, Kontinuitäts-, KI- und GxP-Risiken nach einer Methodik bewertet
  • Aggregiert bis auf Vorstandsebene
12.2

Ein durchgängiger Ereignisprozess

  • Gleiche Eskalationslogik für jeden Auslöser — Störung → Notfall → Krise, unabhängig davon, ob ein Security Incident, ein KI-Fehlverhalten oder eine GxP-Abweichung der Trigger war
  • Gleiche Meldewege — auch für NIS2-, DORA- und AI-Act-Meldepflichten
12.3

Lieferanten einmal steuern

  • Informationssicherheit, Kontinuität, KI- und GxP-Zulieferungen in einem Bewertungsprozess
  • NIS2- und DORA-Lieferkettenanforderungen inklusive
12.4

Ein Schulungs- und Management-Review

  • Security Awareness, AI Literacy und GxP-Schulungen kombiniert
  • Ein konsolidiertes Lagebild statt vier widersprüchlicher Berichte

Ein Beispiel aus dem Risikoregister

AssetInfoSec (CIA)Kontinuität (BC)KI-RisikoklasseGxP-RelevanzGesamtpriorisierung
Kundenportal (Cloud-Backend) C·I·A betroffen — fehlende MFA Kein BCM-Schwerpunkt (reines InfoSec-Risiko) Kein KI-Bezug Kein GxP-Bezug Hoch
Produktionsstandort (Fertigung) Verfügbarkeit (A) betroffen Betriebsunterbrechung — Schnittstelle zum BCM Kein KI-Bezug Kein GxP-Bezug Mittel
KI-Chargenfreigabe-Vorprüfung (MES) Integrität (I) betroffen Kein BCM-Schwerpunkt Hohes Risiko — Art. 6 / Anhang III GAMP 5 Kat. 5 Hoch
Lieferkette: Cloud-Provider Integrität/Verfügbarkeit (I·A) Sub-Dienstleister-Ausfall — SLA-Lücke Kein KI-Bezug Kein GxP-Bezug Niedrig

Reale Beispielzeilen aus unserer Risikoregister-Vorlage. Jede Spalte folgt der für sie richtigen Methodik — ISO/IEC 27001 Kap. 6.1.2/8.2 und ISO 31000 für InfoSec, BSI-Standard 200-2 für Kontinuität, die EU-AI-Act-Risikoklassifizierung für KI, ICH Q9 für GxP. Diese vier Bewertungen zu einer einzigen Zahl zu verrechnen, wäre nicht seriös — ein Datenschutzrisiko und ein Patientensicherheitsrisiko sind keine gemeinsame Einheit. Die Gesamtpriorisierung ist deshalb eine gemeinsame Einschätzung der zuständigen Owner anhand aller vier Spalten, kein automatisch berechneter Wert. Genau das ist der Nutzen eines gemeinsamen Registers: Ein KI-gestütztes GxP-System wird nicht mehr allein aus der InfoSec-Perspektive priorisiert.

Weniger System- und Auditaufwand gegenüber Silo-Lösungen — durch geteilte Pflichtdokumente, kombinierte Audits, ein Toolset und einmalige Datenerhebung. Die konkrete Größenordnung für Ihr Unternehmen ermitteln wir im Executive GAP-Assessment.
13 — Vorgehen

In vier Phasen zur nachweisbaren Reife

Kein Big Bang: risikopriorisierte Umsetzung in 12–18 Monaten, mit messbaren Quick Wins ab Woche 4 und Zertifizierungsfähigkeit als Meilenstein — nicht als Selbstzweck.

Monat 1–2

Phase 1 — Transparenz

  • Integrierte GAP-Analyse über alle Rahmenwerke
  • NIS2-/DORA-Betroffenheitsanalyse, KI-Inventur, GxP-System-Landkarte
  • Priorisierter Board-Report mit Risiko-Heatmap
Monat 3–6

Phase 2 — Fundament

  • ISMS-Kern: Scope, Politik, Risikomethodik
  • Grundschutz-Basis-Absicherung als technischer Quick Win
  • KI-Governance-Charter, Meldeprozesse
Monat 6–12

Phase 3 — Ausbau

  • Controls-Implementierung
  • BIA und Notfallpläne mit erster Übung
  • 42001-Prozesse, GAMP-5-Validierungspläne, Awareness & AI Literacy
Monat 12–18

Phase 4 — Nachweis

  • Interne Audits, Management-Review
  • Zertifizierungsaudits (Stufe 1/2) — kombiniert, wo sinnvoll
  • Übergang in den Regelbetrieb (KVP)
Reihenfolge und Zertifizierungsumfang folgen der Risikolage und den Anforderungen Ihres Unternehmens — nicht einem starren Produktkatalog. Start jetzt bedeutet Zertifizierungsreife deutlich vor der Hochrisiko-Deadline 12/2027.

Methodik: der 6-Phasen-Audit-Prozess

Weil Informationssicherheit (ISO 27001) und KI-Management (ISO 42001) derselben internationalen Managementsystem-Struktur folgen, lassen sich integrierte Audits für Datensicherheit und KI aus einer Hand hochgradig effizient umsetzen — ein methodischer Synergieeffekt statt zwei getrennter Prüfläufe.

1

Scope Definition

  • Gemeinsam mit Ihnen definierter Prüfumfang: welche IT-Infrastrukturen und KI-Systeme abgedeckt werden
  • Ausrichtung auf gesetzliche Vorgaben wie den EU AI Act
2

Risk & Impact Assessment

  • Systematische Bewertung klassischer Cyberrisiken und spezifischer KI-Risiken — ethisch, rechtlich, betrieblich, technisch
  • Definition der Kontrollmaßnahmen nach ISO-Vorgaben
3

Dokumentenprüfung

  • Prüfung bestehender Richtlinien gegen Normanforderungen
  • Schwachstellen identifiziert, bevor das System live getestet wird
4

Umsetzungsaudit vor Ort

  • Bewertung der praktischen Umsetzung direkt am System
  • Experten-Interviews, Verifizierung der Daten-Governance
5

Post-Audit & Corrective Actions

  • Abweichungen präzise dokumentiert
  • Behebung in definiertem Zeitrahmen, anschließend Re-Validierung
6

Zertifizierungsreife & Lifecycle

  • System bereit für die offizielle Zertifizierung (3 Jahre Gültigkeit)
  • Jährliche Surveillance-Audits sichern Rechtssicherheit auch bei Updates
14 — Business Case

Regulatorisches Risiko, wirtschaftliche Wirkung

Die Risikoseite ist gesetzlich beziffert und persönlich haftungsrelevant. Die Antwort darauf ist kein zweites Compliance-Programm, sondern strukturell weniger Aufwand für dieselbe Nachweispflicht — weil eine Kontrolle mehrfach zählt, statt mehrfach gebaut zu werden.

10 Mio. €

NIS2-Bußgeldrahmen

Oder 2% des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem was höher ist — plus DSGVO-Kopplungsrisiken und zivilrechtliche Haftung.

35 Mio. €

AI-Act-Bußgeldrahmen

Oder 7% des weltweiten Jahresumsatzes bei Verstößen gegen Hochrisiko-Pflichten (Annex III).

§ 93 / § 43

Persönliche Organhaftung

Umsetzungs-, Überwachungs- und Schulungspflicht der Geschäftsleitung seit 06.12.2025 ohne Übergangsfrist — das dokumentierte Managementsystem ist der Entlastungsbeweis.

6 auf 1

Nachweispflichten pro Kontrolle

Eine implementierte Kontrolle wie Access Control oder Audit Trail belegt gleichzeitig Anforderungen aus GAMP 5, ISO 27001, BSI Grundschutz, DORA, NIS2 und dem EU AI Act — siehe Control-Matrix oben.

Wo Silo-Compliance Aufwand erzeugt — und was die Integration strukturell ändert

BereichWo Silo-Compliance den Aufwand erzeugtWas die Integration strukturell ändert
AuditsVier getrennte Auditprogramme mit eigener Taktung, eigenen Interviewpartnern, eigener DokumentenlogikEin Auditprogramm prüft dieselbe Kontrolle einmal gegen bis zu sechs Regelwerke gleichzeitig — siehe Control-Matrix oben
FindingsDieselbe Lücke wird in ISMS-, BCM-, KI- und GxP-Audit unabhängig voneinander neu entdeckt und neu dokumentiertEin Maßnahmenregister, eine Ursache, ein Owner — Redundanz entfällt strukturell, nicht durch mehr Koordinationsaufwand
DokumentationVier Policy-Landschaften mit eigener Versionierung, die bei jeder Änderung auseinanderlaufen könnenEine Informationssicherheitsleitlinie, erweitert um BCM, KI und GxP, mit klar zugeordneten Unterrichtlinien — siehe Leitlinien-Matrix oben
SchulungSecurity Awareness, AI Literacy und GxP-Training als separate Pflichtprogramme mit eigenem NachweisEin kombiniertes Schulungs- und Nachweissystem, ein Termin statt drei
MeldefähigkeitNIS2 verlangt 24-Std.-Erstmeldung, GxP kennt diese Taktung nicht — ohne gemeinsamen Prozess entscheidet im Ernstfall niemand rechtzeitig, was meldepflichtig istEin Ereignisprozess von Security Incident bis GxP-Abweichung mit denselben Meldewegen — siehe Zusammenspiel oben
MarktzugangJeder Kunde prüft Informationssicherheit, Kontinuität und KI-Governance einzeln — Security-Assessments dauern WochenEin Zertifikatssatz als Ticket-to-Play verkürzt Kunden-Assessments auf Tage

Die Mechanismen sind strukturell — die konkrete Aufwandsreduktion hängt vom bestehenden Reifegrad Ihres Unternehmens ab und wird im Executive GAP-Assessment ermittelt, nicht pauschal behauptet.

12 — Ressourcen & Richtlinien

Offizielle Quellen & Handreichungen

Direkter Zugang zu den Originalquellen: Behörden, Norminstitute und spezialisierte Mapping-Portale für Ihre kontinuierliche Orientierung.

Europäische Rechtsetzung & Leitlinien

EU AI Act — Deutsche ÜbersichtBenutzerfreundliche Darstellung des Gesetzes mit FAQ und Umsetzungsschritten
BSI — Cyber Resilience Act (CRA)Produktsicherheit und Meldepflichten für digitale Produkte

NIS2 & Notfallvorsorge

NIS2-Schulung für GeschäftsleitungenKostenlose Schulungsmaterialien des BSI für Vorstände und GF
NIS2-Meldepflicht & EskalationswegeMeldefristen, Ort und Prozesse für erhebliche Sicherheitsvorfälle
Meldeplattform (MIP 2.0)Offizielle Plattform des BSI für die Sicherheitsvorfalls-Meldung nach NIS2
FAQ zur MeldeplattformHäufig gestellte Fragen zum Meldeprozess und zu technischen Anforderungen

Praxisorientierte Mappings

OpenKRITIS — DORA↔NIS2 MappingVergleichende Übersicht: Welche NIS2-Anforderung deckt welche DORA-Vorgabe ab
OpenKRITIS — NIS2 zu Standards-MappingKonkrete Umsetzungswege über ISO 27001, IT-Grundschutz und NIST CSF
OpenKRITIS — KRITIS-Dachgesetz ÜbersichtRechtliche Basis für kritische Infrastrukturen in Deutschland

Notfall- & Incident Response

No More Ransom — Ransomware-HilfeEntschlüsselungswerkzeuge, Leitlinien und Informationen bei Ransomware-Angriffen

Geeren AI Systems: Ihr Partner — und der nächste Schritt

15+ Jahre Konzernpraxis und Implementer-Methodik aus einer Hand. Ich kenne Managementsysteme von der Betriebsseite — wie man sie baut, am Leben hält und woran sie im Alltag scheitern.

  • Assessment & Betroffenheitsanalyse NIS2-, DORA- und AI-Act-Betroffenheit, Schutzbedarf, KI- & GxP-System-Inventur
  • Aufbau des integrierten Managementsystems ISMS · IT-Grundschutz · BCMS · AIMS · GxP-Validierung
  • Zertifizierungsbegleitung Interne Audits, Stage-1/2-Zertifizierungsaudits, GAMP-5-Validierungsprojekte
1

Executive GAP-Assessment

Zwei Wochen, priorisierter Board-Report über ISMS, Grundschutz, BCMS, KI und GxP — ohne Folgeverpflichtung.

2

Roadmap-Entscheidung im Vorstand

Priorisierte Umsetzung auf Basis von Risikolage und Ressourcen — Ihre Entscheidung, Ihr Tempo.

3

Umsetzung & Zertifizierung

Begleitung von Fundament bis Zertifizierungsaudit, in vier planbaren Phasen.

Drei Wege, mich zu mandatieren

2 Wochen · Festpreis

Executive GAP-Assessment

Risikoarmer Einstieg ohne Folgeverpflichtung: priorisierter Board-Report über ISMS, Grundschutz, BCMS, KI und GxP — als Entscheidungsgrundlage für den Vorstand.

Befristet · Vollzeit

Interim Management / Leadership

Befristete Übernahme von Führungsvakua (Head of GRC, Program Management, Cutover) — mit Führungserfahrung aus 15+ Jahren Bayer AG (Deputy Unit Head, Digitalization Manager).

Laufend · Teilzeit

vCISO & Governance Retainer

Fortlaufende Teilzeit-Begleitung zur Organhaftungs-Absicherung — Informationssicherheit, BCM und KI-Governance als Board-verantwortete Daueraufgabe.

Projekt- und Programm-Mandate (z. B. Leitung eines NIS2-Umsetzungsprogramms) laufen als vierte, ergebnisgebundene Option häufig aus einem der drei Wege oben heraus — Details dazu im Erstgespräch.